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Tunnel Ratzengraben

Auftraggeber: Amt der Steiermärkischen Landesregierung, FA 18 B Straßeninfrastruktur und Bau, 8010 Graz
Ausführungszeitraum: September - Oktober 2011 bzw. Mai - August 2012

Baubeschreibung
Der Tunnel Ratzengraben ist 90 m lang  und wurde in offener Bauweise im Jahre 1987 errichtet. Er weist ein Gefälle von ca. 9 % auf. Im Bereich der Ein- und Ausfahrten  befinden sich talseitig (Blöcke 4-6 und 10-12) jeweils 8 Lichtöffnungen. Bergseitig ist der Tunnel bis zum Hang aufgefüllt.

Das Schadensbild an der Betonoberfläche, hauptsächlich im unteren Bereich der Ulme, hervorgerufen durch Spritzwasser und Frost-Tausalzeinwirkung, lässt sich wie folgt beschreiben:

  • Risse mit Rissweiten > 0,3 mm 
  • Beginnende Absprengungen infolge Unterrostung, punktuelle Rostflecken, Nester lokale Hohlstellen an der Betonoberfläche über den erhöhten Seitenstreifen
  • oberflächennahe Bewehrungseisen beim Innengewölbe
  • Feuchtstellen entlang von Blockfugen
  • Wasserführende Schalungsankerlöcher
  • Fehlender bzw. schadhafter Tunnelanstrich
  • Gebrochene Betonfertigteilschächte

Aufgrund der Schädigung und des Chloridgehaltes wurde die Beton-oberfläche an den Ulmen beidseits bis auf eine Höhe von 1,00 m und eine Tiefe von ca. 3,50 cm bis 5,00 cm mittels Hochdruckwasserstrahlen (HDW) abgetragen. In den Abtragszonen war die Bewehrung soweit freizulegen, sodass ein passiver Korrosionsschutz hergestellt werden konnte. Anschließend erfolgte die Aufbringung eines neuen SpB-Systems im Bereich Gehweg-Oberkante bis 2,0 m. Diese von der Fa. Junger entwickelte Instandsetzungsvariante mittels weißer, geschliffener Spritzmörtelbeschichtung erlaubt es, in diesem Bereich auf eine EP-Spachtelung bzw. Anstrich zu verzichten.

Im Bereich 2,0 m bis 4,0 m wurde ein EP-Spachtelungs - und Anstrichsystem aufgebracht.

An den Außenflächen des Portalringes bzw. dem Portalüberstand wird eine rissüberbrückende, elastische Dickbeschichtung aufgetragen.

Im Bereich des Sperrenbauwerkes wird vor dem Ablaufrohr ein Geschiebefang aus Stahl hergestellt.

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